Exhibition

„Installationen“ – Einzelausstellung, Kultur am Kelterberg, Stuttgart

Mai 13 @ 19:00Juni 4 @ 17:00

Öffnungszeiten

 


Vorraum E:

 

„Kryptographie“, 2015, Installation aus Smartphones, Tablets und Netz, „Wischtechnik“
Was macht das Smartphone oder Tablet im Hintergrund, wenn wir über das Display wischen? Und könnte es sein, dass der komplizierte Rechenvorgang im Hintergrund banaler ist, als das „Zeichen“, das durch wischen unbemerkt vollzogen wird? Mit meinen Fingern hinterlasse ich als Künstlerin Spuren in Erde, Ton und Farbe. Welche Spuren mein Finger beim Scrollen auf dem Display hinterlässt, was das für kryptische Zeichen sind wollte ich genauer wissen. Es ergaben sich zwei Hauptspuren und Punkte an verschiedenen Stellen. Eine horizontale und eine stark ausgeprägte vertikale Linie. Ein Zufallsprodukt der ausgeklügelten Technik. Was sind das für unbewusste Handlungen, bei denen ich mehrfach täglich das Smartphone bekreuzige? mehr Infos

„Social Freezing“, 2014, Mini-Installation, Malerialmix in Holzkasten/Glasscheibe, 20 x 31 x 8,5 cm
Aus wirtschaftlichen Interessen wollen große Konzerne, dass Frauen zuerst Karriere machen und ihre Familienplanung auf „Eis legen“. Dabei gilt eine Schwangerschaft im Alter von bereits 35 Jahren als Risikoschwangerschaft.
Welche Verbindung werden Eltern zu ihrem eingefrorenen Embryo aufbauen können? Kann das Einfrieren von Embryonen ohne gesundheitliche Risiken funktionieren oder wird es womöglich zu gesundheitlichen Spätfolgen kommen? mehr Infos

„Technische Gesundheit“,  2009, Mini-Installationen, Materialmix in Holzkasten mit Glasscheibe, 20 x 31 x 8,5 cm
Die Installation zeigt ein Auto im Operationssaal, welches von einem Arzt „operiert“ wird.
Kann man beim Routine-Betrieb in Krankenhäusern nicht manchmal das Gefühl bekommen, dass Patienten nur technisch versorgt werden, ohne Blick auf den ganzen Menschen?
Der medizinisch-technische Fortschritt verstellt vielleicht manchmal den Blick auf andere wesentliche Heilungs- und Gesundheitsvorgänge und dass der Patient mehr als ein „Fall“ ist. mehr Infos

„Homotaurus“,  2009, Mini-Installationen, Materialmix in Holzkasten mit Glasscheibe, 20 x 31 x 8,5 cm
Was sind die Folgen der Gentechnik sowie der Manipulation und Reproduktion genetischen Materials in der Biologie und Medizin?
Wo sind die ethischen Grenzen dieser Forschungsgebiete, die auf der einen Seite neue Möglichkeiten für medizinische Behandlungen und auf der anderen Seite vielleicht neue Gesundheitsrisiken schaffen?
Die Frage bleibt unbeantwortet: „wer ist befugt?“. mehr Infos

...INTO GOLD

„Stroh zu Gold“,  2009, Mini-Installationen, Materialmix in Holzkasten mit Glasscheibe, 20 x 31 x 8,5 cm
Diese Mini-Installation thematisiert das Recycling von Abfällen. Es zeigt die Herstellung von Gold aus Schrott, Staub und Müll! Geht es beim Recycling noch um die Umwelt, oder stecken wirtschaftliche Interessen dahinter? mehr Infos


Vorraum F:

Grüne Lunge

„Grüne Lunge“, 2015, Zweitausendfünfhundert Zigarettenfilter und Tinte auf Leinwand

„Art lovers heat“ (2017) …. ist ein partizipatorisches Objekt zur Messung der Handwärme der Ausstellungsbesucher. Die Besucher können den Messfühler eines umgebauten mechanischen Messinstrumentes zur Wärmemessung und – Aufzeichnung mit der Hand umschließen. Etwas Geduld ist dazu erforderlich. Der Zeiger an der Temperaturskala reagiert auf die Erwärmung und die dabei entstehende Temperaturkurve wird mittels einer roten Künstlerkreide (Pittkreide) auf ein Papier aufgezeichnet.
So entsteht eine Wärmegrafik, ein Gemeinschaftskunstwerk also, welches durch Körperwärme induziert wird. mehr Infos


Raum 1:

„Verstrickungen“, 2016, Collage auf 4 Leinwände, zusammengenäht, bunte Wolle und Papier 60 x 60 cm mit Ausschnitt aus dem Bild „Maria Knotenlöserin“ (auf Leinwand kaschiert).
„Maria Knotenlöserin“ von Johann Georg Melchior Schmidtner (um 1700, Original: Öl auf Leinwand, 182 x 110 cm, St. Peter am Perlach/Augsburg). mehr Infos

„Teilen – Wanderinstallation für Tische“
Gefällt mir – Kommentieren – Teilen sind die Stichworte der sozialen Netzwerke. Aus welcher Quelle diese womöglich stammen, zeigt meine Tischinstallation: zwölf Klötzchen mit nach oben zeigenden Daumen, ein Brot, ein Becher Wein und in der Mitte ein Schild mit dem Wort „Teilen“.
Das zeitgenössische Facebook-Geschehen wird in den christlichen Kontext des letzten Abendmahls versetzt: Zustimmen und Teilen, das bei Facebook manchmal beiläufig geschieht, wird in meiner Arbeit als grundlegendes menschliches Phänomen sichtbar gemacht.

Die als Wanderinstallation für Tische im öffentlichen Raum konzipierte Arbeit soll am jeweiligen Ausstellungsort auf einem vor Ort befindlichen Tisch aufgebaut werden. Dadurch wird die Installation immer wieder zu einem neuen Kunstwerk.

Die Installation, ist nur kurze Zeit, ein paar Stunden oder nur ein Tag, an einem Ort existent. Brot und Wein in der Installation sind nicht haltbar und würden in kurzer Zeit verderben. Es ausdrücklich erlaubt Wein und Brot während der Präsentation meiner Arbeit zu verzehren.

Zu sehen war die Installation seither in meinem Atelier, auf Facebook, im Rathaus in Filderstadt, auf einer Autobahnraststätte an Gründonnerstag, bei Künstlergesprächen und in Ausstellungen in Hagen, Nürtingen, Stuttgart, Backnang, Kassel und Bonn.

Der Tisch „wandert“ seit 2013 und ich freue mich auf weitere Gelegenheiten zum Teilen. mehr Infos

Kreuze aus Asche-Rotweinlasur
Die Bilder „Kosmisches Dreieck I und II“ und das Bild „Erd-Dreieck“ sind Asche- Rotweinlasuren auf Leinwand. Auf jedem Bild ist ein Kreuz dargestellt.

Drei große verbogene, rostige Nägel durchbohren die Leinwände jedes Bildes. Diese werden mit einer weißen Schnur miteinander verbunden. Die Nägel stehen für die 3 Nägel der Kreuzigung. Es geht mir nicht um die naturalistische Darstellung des sterbenden Christus, wie etwa bei Matthias Grünewald (Isenheimer Altar). Es geht um die eindringliche Darstellung der Malträtierung durch die Nägel. Es kostet Überwindung die Leinwand zu durchstoßen, die Bildfläche zu zerstören und die „Oberfläche“ zu durchdringen. Unterstützt wird der Eindruck durch das Fließen der „Rotweinströme“ durch Ascheflächen. mehr Infos


Raum 2:

„Seelenspiegel“, 2012, 12 x (40 x 40 cm), Holzkästen mit Spiegeln/Materialmix
Hängung: in Kreisanordnung frei hängend, das Wort „Ich“ am Fußboden.
Mehrteilige Rauminstallation mit Spiegeln. Die Bildelemente zeigen 12 Seelenregungen, sowie deren Abweichungen und die Entwicklungsmöglichkeiten zu den Tugenden hin. In jedem Bildelement ist ein Spiegel verarbeitet, so wird der Betrachter bei jedem Bildelement in anderer Weise mit sich selbst in seinem Spiegelbild konfrontiert. mehr Infos


Raum 3:

„Baum der Erkenntnis“, 2015 besteht aus 12 Symbolen (Tusche auf Leinwand) verschiedener Religionen der Welt. Die Symbole werden rund um einen Baumstamm herum, alle auf gleicher Höhe, angeheftet. Ein besonders dicker Baumstamm optimiert die Aussage dieser Arbeit.

In meiner Darstellung des „Baumes der Erkenntnis“ sind 12 religiöse Strömungen vereint. Stellvertretend symbolisiert in den Zeichen der 12 Weltreligionen. Keine erhebt sich über die andere. Jede Seite des Baumes trägt einen Teil der Wahrheit in sich und der Baum ist nur ein Ganzes, bestehend aus allen Teilen. Betrachtet man den Baum nur von einer Seite aus, dann erfasst man nur einzelne Aspekte nicht das Ganze. Erst wenn der Baum auch von einer anderen Seite betrachtet wird, kann er in seiner Gesamtheit erahnt werden. Jede Religion hat ihre Berechtigung! mehr Infos

Mit Fotos dieser Installation nehme ich teil bei ://self~imaging
einer Ausstellung für Frieden & Menschlichkeit. Künstler zeigen Flagge gegen Intoleranz, Rassismus, Ausländerfeindlichkeit and Antisemitismus.


Preisliste: Preisliste_Kelterberg

Vita: Curriculum Vitae

Presseartikel: 2017.05.13 Marion Musch am Kelterberg


 

 

 

 

 

2 Gedanken zu “Exhibition

  1. „…ich gratuliere dir ganz herzlich zu deiner Ausstellung!
    Solch eine Interaktion mit dem Publikum habe ich noch nie erlebt und ich freue mich sehr, daß wir dabei waren. Es war das Highlight des Jahres für mich in der Galerie. Ich liebe die Art und Weise wie Du die Welt reflektierst…“

    Vielen Dank für die liebe Rückmeldung einer Vernissage-Besucherin.

  2. „…meiner Frau und mir hat Ihre Ausstellung, deren Vernissage wir gestern erlebt haben, sehr gut gefallen; tiefsinniges inhaltliches Erschließen von relevanten Themen experimentell interessant und mit handwerklich hohem Niveau umgesetzt – so hat Kunst was zu sagen!
    Viel Erfolg für Ihr weiteres Schaffen!“

    Vielen Dank für diese Rezension eines Ausstellungsbesuchers.

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