Teilen – Sharing


„Teilen – Wanderinstallation für Tische“

Gefällt mir – Kommentieren – Teilen sind die Stichworte der sozialen Netzwerke. Aus welcher Quelle diese womöglich stammen, zeigt meine Tischinstallation: zwölf Klötzchen mit nach oben zeigenden Daumen, ein Brot, ein Becher Wein und in der Mitte ein Schild mit dem Wort „Teilen“.
Das zeitgenössische Facebook-Geschehen wird in den christlichen Kontext des letzten Abendmahls versetzt: Zustimmen und Teilen, das bei Facebook manchmal beiläufig geschieht, wird in meiner Arbeit als grundlegendes menschliches Phänomen sichtbar gemacht.

Die als Wanderinstallation für Tische im öffentlichen Raum konzipierte Arbeit soll am jeweiligen Ausstellungsort auf einem vor Ort befindlichen Tisch aufgebaut werden. Dadurch wird die Installation immer wieder zu einem neuen Kunstwerk.

Die Installation, ist nur kurze Zeit, ein paar Stunden oder nur ein Tag, an einem Ort existent. Brot und Wein in der Installation sind nicht haltbar und würden in kurzer Zeit verderben. Es ausdrücklich erlaubt Wein und Brot während der Präsentation meiner Arbeit zu verzehren.

Zu sehen war die Installation seither in meinem Atelier, auf Facebook, im Rathaus in Filderstadt, auf einer Autobahnraststätte an Gründonnerstag, bei Künstlergesprächen und in Ausstellungen in Hagen, Nürtingen, Stuttgart, Backnang, Kassel und Bonn.

Der Tisch „wandert“ seit 2013 und ich freue mich auf weitere Gelegenheiten zum Teilen.


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„Sharing – travalling installation for tables“

Like – Comment – Share are the keywords of the social networks.
My table installation shows, what might have been the possible origin of that: 12 blocks with thumbs up, a bread, a goblet of wine and in the middle a sign with the word „Share“. The contemporary Facebook happening is transported into the Christian context of the Last Supper: Agree and Share, sometimes en passant at Facebook, visible in my work as basic human phenomenon.

The travelling installation for public spaces is conceived to be arranged on tables at the relevant places. The installation thereby becomes a new artwork over and over again.

The installation only exists at one location for a short time, a few hours or just a day. The bread and wine of that installation are not durable and would spoil after a while. It is particularly allowed to consume the victuals while during the presentation.

The installation was already presented in my studie, on Facebook, inside of the town hall of Filderstadt, at a motorway service on Maundy Thursday, during artist talks and exhibitions in Hagen, Nürtingen, Stuttgart, Backnang and Kassel.

The installation travels since 2013, and I’m glad about every coming opportunity to share my table.


Wir haben im Brot ein Werkzeug menschlicher Gemeinschaft kennengelernt, wegen des Brotes, das gemeinsam gebrochen wird. Wir haben im Brot das Bild der Größe der Arbeit kennengelernt, wegen des Brotes, das im Schweiße des Angesichts verdient wird. Wir haben im Brot den wesentlichen Träger der Barmherzigkeit kennengelernt, wegen des Brotes, das in der Stunde des Elends ausgeteilt wird. Der Geschmack des geteilten Brotes hat nicht seinesgleichen. Antoine de Saint – Exupéry, Flug nach Arras

„We have learned to see in bread a means of communion between men, for men break bread together. We have learnt to see in bread the symbol of the dignity of labor, for bread is earned in the sweat of the brow. We have learnt to see in bread the essential vessel of compassion, for it is bread that is distributed to the miserable. There is no savor like that of bread shared between men.“
Antoine de Saint-Exupéry, Flight to Arras