Erde – Bilder (Soil – Painting)


„13 heilige Nächte“ 2009, Eitempera und gerührte Erde auf Leinwand, 13 x (40x40cm)

Eine meditative Arbeit zur Weihnachtszeit.

Die zum Bild verarbeitete Erde wurde während der Weihnachtsnächte täglich eine Stunde von mir „gerührt“ (von Hand durchgeknetet) und danach mit Eitempera zum Bild verarbeitet. Die am 24. Dezember vermalte Erde wurde also eine Stunde gerührt, während die Erde, die ich in der Nacht zu Dreikönig zum Malen verwendete, über die Zeit einen insgesamt 13-stündigen Knetprozess durchgemacht hat. Es handelt sich bei der Erde um Gartenerde aus Demeter – Landwirtschaft, die kurz vor Weihnachten ausgestochen wurde und während der heiligen Nächte an einem kühlen Ort, gegen Austrocknung geschützt, aufbewahrt wurde. Die restliche, nicht vermalte Erde wurde von mir am 02. Februar (Maria Lichtmess) wieder im Garten ausgestreut.

Interessant zu beobachten war, dass die Erde im Zeitraum dieser Arbeit ihre Konsistenz (pastos – cremig, transparent – pudrig) und Farbigkeit veränderte. Diese Veränderungen waren zu meiner Überraschung nicht linear, sondern wechselhaft zu bemerken.

Gemalt habe ich die Bilder intuitiv. In diesem Jahr erstelle ich kurze Interpretationen der Symbolsprache, die hinter den Bildern steckt. Es kann sein, dass sich die Hinweise innerhalb der nächsten Tage noch verändern, da ich sie mir während dieser heiligen Nächte erarbeite. Die Beiträge haben also “Werkstattcharakter”. Die Beschreibungen befinden sich in meinem Blog „Heilige Nächte“: hier

 

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A meditative work for Christmas.

I stirred (hand-knead) the soil in the picture during the Christmas nights for 1 hour per night. Afterwards I used it for the painting together with egg tempera. Thus, the applied soil at the 24th December was stirred for 1 hour, while the soil I used at Epiphany went through 13 hours of kneading. The soil I used was Demeter agriculture garden soil, carved-out shortly before Christmas. It spent the holy nights at a chilled place, protected against drying. The remaining, not applied soil was re-dispersed in the garden at the Mare de Déu (Catholic festival of Candlemas) at 2nd February.

It was interesting to observe how the soil`s consistence (pastose – creamy, transparent – powdery) and chromaticity changed during the course of this work. To my surprise, the changes weren’t linear but erratic.

I’ve painted the pictures intuitively. This year, I will provide a brief interpretation of the symbolic language behind the paintings. The indications might still change in the coming days, because I still compile the work in these holy nights. Thus, the paintings have „workshop“ flair.

 

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